Risikoberatung und genetische Beratung für erblichen Brustkrebs und Eierstockkrebs

Vererbung von Brustkrebs

  

Im Laufe meiner beruflichen Tätigkeit habe ich festgestellt, dass der vererbbare Brustkrebs in der Bevölkerung deutlich überschätzt wird. Ca. 5  % aller Brustkrebserkrankungen sind durch einen vererbbaren Gendefekt verursacht. Bei 5000 Neuerkrankungen pro Jahr, sind dies ungefähr 250 Frauen.


Das Risiko für Frauen, im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs zu erkranken, beträgt zehn bis zwölf Prozent. In etwa 50 % der Brustkrebsfälle treten nach dem 60. Lebensjahr auf und sind durch das Lebensalter bzw. verschiedene andere Risikofaktoren bedingt. Nur bei etwa fünf Prozent sind erblich bedingte (genetische) Veränderungen die Ursache für den Brustkrebs.
Erblich bedingter Brustkrebs tritt familiär gehäuft und oft bereits in jungen Jahren auf. Die Vererbung erfolgt autosomal-dominant. Dies bedeutet für Kinder eines betroffenen Elternteiles, ein Risiko von 50 % veränderte Gene zu erben. Das Brustkrebsgen kann auch durch den Vater vererbt werden.
Welche Frauen sollten eine genetische Beratung beanspruchen?

  • Frauen mit Brust- und Eierstockkrebs (eine Person betreffend)
  • Frauen mit Brustkrebs oder Eierstockkrebs, der vor dem 35. Lebensjahr aufgetreten ist.
  • Frauen mit mindestens zwei Angehörigen (Mutter, Großmutter, Schwester, Tochter, Tante) einer Verwandtschaftslinie, welche vor dem 50. Lebensjahr an Brust- und/oder Eierstockkrebs erkrankt sind
  • Frauen mit drei Angehörigen mit Brustkrebs vor dem 60. Lebensjahr

 

Gerne erstelle ich mit Ihnen gemeinsam einen Stammbaum und berate Sie in Hinblick auf eine mögliche Abklärung. Ebenso informiere ich Sie darüber, was  im Falle eines positiven bzw. negativen Testergebnisses zu tun ist. Je nach Befund ist es für sie von großer Wichtigkeit ein entsprechendes Vorsorgeschema zu bekommen, welches exakt auf Ihr persönliche Brustkrebsrisiko abgestimmt werden sollte. 
 (S3-Leitlinien – Brustkrebs Früherkennung www.senologie.org, www.brustgenberatung.at  )


„WISSEN. Was wir wissen, ist ein Tropfen, was wir nicht wissen, ein Ozean“ (Isaac Newton)