Abklärung

Bei Frauen mit neu aufgetretenen abklärungswürdigen Veränderungen in der Brust ist zur Diagnosesicherung eine Gewebeprobeentnahme notwendig. Die Gewinnung des Gewebes erfolgt in örtlicher Betäubung. Eine Allgemeinnarkose und ein stationärer Aufenthalt im Krankenhaus sind dafür nicht notwendig.
Nichts ist schwerer zu ertragen als das Warten, bis endlich ein Ergebnis vorliegt, was ich nun wirklich in meiner Brust los ist.
Sie erhalten innerhalb von 2 Werktagen einen Erstbegutachtungstermin, wo auch gleichzeitig, wenn möglich und von Ihnen gewünscht, die Entnahme der Gewebeprobe durchgeführt wird. 48 Stunden später ist der Befund vom Pathologen fertig. In einem  persönlichen Gespräch erkläre ich ihnen das vorliegende Ergebnis und besprechen gemeinsam die notwendigen nächsten Schritte.

 

Warum ist eine Probeentnahme eigentlich notwendig?

  1. Die meisten Veränderung sind gutartig (ca. 2/3). In diesen Fällen ist eine Operation meist nicht erforderlich.
  2. Bei bösartiger Veränderung ist es wichtig zu wissen mit welcher  Art von Brustkrebs man es zu tun hat. Die Diagnose gibt uns Aufschluss darüber, ob zusätzliche Untersuchungen notwendig sind. Vor allen Dingen aber hilft das Wissen um die Brustkrebsart das genaue Operationsausmaß festzulegen.  

Ob die Gewebeprobeentnahme im Rahmen der Mammographie (Vacuumstanzbiopsie) oder mittels Ultraschall durchgeführt wird hängt von der Veränderung ab, in welcher Untersuchungstechnik sie am besten sichtbar ist.


In meiner Ordination verfüge ich über die technische Ausstattung tastbare bzw. im Ultraschall sichtbare Veränderungen mittels Gewebeprobe abzuklären. Sollten diese technischen Mittel nicht ausreichen, dann organisiere und koordiniere ich für sie die erforderlichen Maßnahmen.
Einzig das Applizieren der örtlichen Betäubung ist für wenige Sekunden schmerzhaft. Die Entnahme selbst bereitet keine Schmerzen. Die Punktionsstelle wird mit einem Druckverband versorgt, den sie am nächsten Tag wieder entfernen dürfen. Duschen ist nach Entfernung des Verbandes möglich. An der Punktionsstelle selbst kann sich ein Bluterguss entwickeln, welcher sich in wenigen Tagen wieder zurückbildet. Ca. 2 Stunden nach dem Nachlassen der örtlichen Betäubung, können dumpfe Schmerzen und ein Spannungsgefühl in der Brust auftreten. Mit einem milden Schmerzmittel können Sie diese beheben.

 
 „Das wahre Geheimnis der Welt ist das Sichtbar, nicht das Unsichtbare.“  (Oscar Wilde)